Eine Tasche entsteht

Auf vielfachen wunsch einer einzelnen dame, hier also mein erster WIP (Work In Progress). Ich habe schon viele gelesen, aber selbst noch keinen geschrieben, also seid nachsichtig und verzeiht mir eventuelle fehler. 🙂

Man braucht für diese tasche 8 plastikbeutel von gefrorenem. 2 für die beiden langen seiten, je eine für die seitenteile und 2 für den boden. Die gibt es ja in unterschiedlichen ausführungen: gemüse, fertiggerichte, semmeln, kuchen.

Die leeren tüten gut ausspülen und trocknen lassen. Die verschweissten kanten gerade abschneiden und die tüten glatt streichen, die kanten mit einem flachen gegenstand (hier schere) richtig ‘falzen’.

Nun 2 tüten so ineinanderschieben bis man die gewünschte breite hat. Die beiden tüten mit klebeband fixieren und mit breitem zick-zack stich nähen. Das klebeband anschliessend so gut wie möglich wieder entfernen.

Das gleiche macht man auch für die andere seite.

Nun muss man sich 2 tüten für die seitenteile zurechtlegen. Sie sollten möglichst schmaler als die anderen tüten sein, sonst wird die tasche eventuell zu tief.

Die seitenteile auch mittels klebeband an die beiden anderen taschenteile kleben und, nun aber über eck, füsschenbreit annähen. Das macht man mit beiden taschenteilen und verbindet das ganze dann zu einem rechteck.

GANZ WICHTIG: Die taschenteile unten nur bis 1cm vor dem ‘tütenende’ nähen. Sonst bekommt man den boden nicht richtig drangenäht.

Da meine seitenteile etwas länger waren als die längsteile, hab ich einfach unten begradigt.

Für den boden braucht man wieder 2 tüten, möglichst in der gleichen breite wie die seitenteile. Der boden kann gerne etwas länger sein als die tasche, das ist handlicher zum annähen. Die überstehenden teile werden nach fertigstellung einfach abgeschnitten.

(wer hier genau hinschaut wird den fehler den ich gemacht habe, sofort bemerken…)

Zuerst werden die beiden langen taschenteile mit dem boden vernäht, danach die kurzen seiten. Auch hier gilt: nur bis 1cm vor tütenende nähen.

Die an den seitenkanten überstehenden tüten mit einem lineal begradigen.


Et voilá, die aussentasche ist fertig!

Zu mehr bin ich heute nicht gekommen, das innenleben gibt es morgen oder mittwoch =)

So, weiter gehts.

Meine innentasche hab ich aus jeanshosenbeinen gemacht. Selbstverständlich geht auch jeder andere, feste stoff. (Die festeren baumwollstoffe von IKEA tun es auch, abgelagerte jeans hab ich aber genug.)

Mit einem beherzten schnitt trennt man die geraden beinteile vom rest der hose. Auf jeden fall darauf achten, dass die beine des ex-hosenträgers nicht mehr drinstecken =) Je nach hosengrösse braucht man 2½ oder mehr hosenbeine. Die beine auseinanderschneiden und auf die richtige grösse zuschneiden.

Die grösse der rechtecke richtet sich nach den massen der aussentasche. Diese also vermessen, von aussenkante zu aussenkante, und auf den stoff übertragen.


Die stoffteile nun genauso zusammennähen wie die aussentasche. Je ein kurzes rechteck an ein langes und dann die beiden teile miteinander verbinden. Nahtzugabe war bei mir 1cm. Achtung: auch hier die teile unten nur bis 1cm vor stoffende zusammenähen.

Um der innentasche etwas mehr stand zu geben, hab ich den stoff an den nähten auseinandergebügelt und dann beidseitig kanppkantig abgesteppt.

Nun an der innentasche evtl. label und/oder handy/schlüssel/geldtasche annähen.

Zum schluss den boden einsetzen. Auch hier wieder erst die langen seiten und dann die kurzen seiten zusammennähen. Aauf dem bild unten sieht man, warum man die seitenteile nicht ganz aneinander nähen soll. So lässt sich der boden recht einfach einsetzen.

So weit bin ich jetzt:

Fertigstellung kommt bald 🙂

So, teil 3 des WIPs:

Sollte, wie bei mir, die innentasche etwas zu hoch sein, einfach den rand oben um die entsprechende länge kürzen.

Nun aussentasche und futter mit büroklammern ‘zusammenstecken’. Nadeln würden nur unnötige und evtl. unschöne löcher hinterlassen.

Den umfang der tasche abmessen und schrägband in der gewünschten länge (+ ca 4cm nahtzugabe) zuschneiden. Ich habe fertiges schrägband genommen, man kann sich natürlich auch sein eigenes machen.

Das schrägband von aussen rundrum annähen. Die tasche auf links wenden, es näht sich einfacher. Das kann recht knifflig sein, aber das plastik lässt sich gefahrlos knittern 🙂 An den stellen wo jeansnähte sind langsam nähen, dann klappt das ohne probleme.

Damit man die enden des schrägbandes aneinandernähen kann, sollte man nicht direkt am anfang des bandes anfangen, sondern mind. 5cm ‘freilassen’. Am ende des schrägbades auch ca 5cm vorher aufhören. Nun das band an der tasche abmessen und in passender länge die schrägbandenden markieren, stecken und aneinandernähen. Dafür kann man die tasche ruhig wieder knautschen, das aneinandernähen fällt dadurch leichter. Das zuviel an nahtzugabe abschneiden, auseinanderbügeln und wieder in schrägbandform bringen. Das restliche stück annähen.

Die tasche wieder wenden. Jetzt das schrägband umschlagen und von innen festnähen. Wenn alles gut geht, sollte man von aussen die naht möglichst nicht sehen, etwas das mir dieses mal nicht so ganz gelungen ist. Macht aber nichts =)

Jetzt fehlen nur noch die henkel. Hierfür hab ich nylongurte aus dem baumarkt genommen. Länge je nach geschmack, ich hab 68cm genommen. Von der aussenkannte der tasche 10cm nach innen werden die gurtbänder angenäht. Dabei das untere ende ca 1cm umschlagen und mit festnähen. Darauf achten das die bänder nicht in sich verdreht sind.

Fertig ist das unikat!

Und weil nähen doch hungrig macht, gab’s was leckeres zu essen:

Bonne Apetit!

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